Tate Britain Museum

Wer London besucht und ein Freund der Kunst ist, für den ist das Tate Britain ein absolutes Muss! Der ursprüngliche Name des Museums lautete Tate Gallery of British Art und deutet bereits an, welcher Schwerpunkt gesetzt wird. Das Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Besucher britische Kunst vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart näher zu bringen.

 

Gründung der Tate Gallery

Der durch Zuckerhandel zu Reichtum gekommene Sir Henry Tate machte gegen Ende des 19. Jahrhunderts das Angebot, ein Museum zu gründen und seine eigene Bildersammlung dort auszustellen, wenn die britische Regierung das entsprechende Grundstück zur Verfügung stellen würde. So konnte am 21. Juli 1897 das Tate Britain auf dem Gelände eines ehemaligen Gefängnisses eröffnet werden.

Ursprünglich für Ausstellungen britischer Künstler konzipiert, die nach 1790 geboren waren, wurde das Museum auch für Werke britischer Künstler aufgenommen, die vor 1790 geboren wurden. Zudem wurde das Haus auch für Werke internationaler Künstler zugänglich gemacht. 1955 trennte man die Tate Galerie von der National Galerie, das Tate Modern wurde für Werke der Moderne gegründet und 1987 kam es durch die Erweiterung des Museums um die Clore Gallery zu einer weiteren Neustrukturierung des Gesamtmuseums. Heute erfüllt das Tate Museum wieder seinen ursprünglichen Auftrag und präsentiert britische Kunst seit dem 16. Jahrhundert, wodurch die größte Sammlung dieser Art weltweit zu bewundern ist.

 

Ausstellungen im Tate Britain

Heute ist das Museum also auf die verschiedenen Häuser, nämlich die Tate Gallery, das Tate Modern (Tate Gallery of Modern Art), sowie die Clore Gallery mit unterschiedlichen Schwerpunkten aufgeteilt.

Insgesamt beherbergt das Museum etwa 3500 Gemälde aus den verschiedenen Epochen der englischen Geschichte. Zudem sind Drucke zu sehen. Ein weiterer Höhepunkt ist eine große Sammlung von Skulpturen.

Das Tate Modern gilt heute als ein wichtiges Zentrum moderner Kunst. Hier sind wechselnde Ausstellungen internationaler Künstler zu sehen, beispielsweise Werke von Picasso, Warhol oder Beuys. Aber auch Cézanne, van Gogh und Gauguin können im Tate Modern bewundert werden.

In der Clore Galerie, die zum Tate Museum gehört, sind unter anderem die Werke des britischen Künstlers J.M.W. Turner ausgestellt. Er gilt als der bekannteste, britische Künstler und hinterließ dem Staat bei seinem Tod etwa 20.000 Werke, um die ein Erbschaftsstreit entbrannte.